(Achat-) Schnecken vom Wienerwald

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 Betreff des Beitrags: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 11. Jul 2012, 18:54 
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Registriert: 16. Okt 2010, 22:19
Beiträge: 3390
Wohnort: Schweiz: Luzern
Vor geraumer Zeit haben wir im Moderatorenbereich begonnen, Bildmaterial zu sammeln..Dieser Beitrag befindet sich in noch Arbeit und wird weiter ergänzt werden. Für Bildmaterial von anderen "Plagegeistern", wenn möglich mit Artennamen, wären wir euch sehr dankbar.

In der Natur gibt es streng genommen weder Schädlinge noch Nützlinge, jedes Lebewesen erfüllt eine bestimmte Aufgabe.
Die Meisten der unten aufgeführten Tierchen, können als "Gesundheitspolizisten oder Reinigunghelfer" im Terrarium geduldet werden, denn sie sind für unsere Schnecken nicht gefährlich, bis auf ein paar wenige Ausnahmen ;)....das Problem ist nur, dass sie sich im feuchtwarmen Klima sauwohl fühlen und sich ungestört vermehren.
Ekelt man sich davor, bleibt nur noch das Terrarium und die gesamte Einrichtung heiss zu spülen und ein Substratwechsel vorzunehmen.

Sich bereits im Substrat befindende, oder mit Moos und Laub eingeschleppte Arten:

Springschwänze
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Grösse: 0,1 mm bis zu 17 mm
Farbe: weiss, gelblich
Ernährung: verrottendes Pflanzenmaterial, Kot, Futterresten
Bekämpfung: Substrat wechseln, alle Gegenstände heiss abspühlen...sie "schwimmen" oft an der Wasseroberfläche der Badeschale.

Kellerasseln
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Grösse: Endgrösse bis 2cm...
Farbe: schiefergrau bis gelbbraun
Ernährung: verrottetes Pflanzenmaterial und Futterreste....
Bekämpfung: Asseln lieben die Dunkelheit, deshalb "versammeln" sie sich oft unter Rindenstücke...es reicht, wenn man hin und wieder die Rinde draussen ausklopft....

Brauner oder Gemeine Steinläufer
Die Steinläufer werden auf zwei Familien aufgeteilt, die Henicopidae und die Lithobiidae. Dabei beinhalten erstere weltweit 24 und letztere 104 Gattungen... In Mitteleuropa kommen die Henicopidae mit nur einer Art, Lamyctes fulvicornis, vor, während die Lithobiidae zahlreiche Arten aufweisen. Die bekannteste Art in Mitteleuropa ist der Gemeine Steinläufer. Da für uns Laien eine Bestimmung gar nicht so einfach ist, ist es besser, keine dieser Krabbler im Terrarium zu belassen...

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Grösse: 2cm
Farbe:gold-braun
Ernährung: Der Braune Steinläufer gehört zur Familie der Hundertfüßer. Er lebt unter Steinen, Rinde oder Laubstreu. Er jagt Insekten, Spinnen, Asseln, Regenwürmer und andere Gliederfüßern... die er mit einem Giftbiß lähmt und dann genüsslich verspeist.

Steinläufer machen auch vor kleineren Schneckenarten nicht halt, deshalb Vorsicht, wenn man gerade Nachwuchs im Terrrarium grosszieht...
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(vielen Dank an Sandy und Martin für dieses tolle Bild)


Tausendfüsser
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Grosse: 2cm
Farbe: dunkelbraun
Ernährung: Die meisten Tausendfüßer ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenteilen, Früchten und Algen, die auf Pflanzen, auf Baumrinde und im Boden wachsen. Manchmal fressen sie aber auch tote Tiere. Einige Tausendfüßer sind jedoch auch Räuber und erbeuten hauptsächlich Insekten

Enchyträen
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Grösse: Ausgewachsene Enchyträen haben je nach Art eine Körperlänge zwischen 5 und 30 mm.
Farbe: weiß, gelblich, farblos bis durchsichtig.
Ernährung: organische Abfälle
Bekämpfung: mit einem Kleenextuch von der Scheibe abwischen. Nehmen sie Überhand, empfiehlt sich ein Substratwechsel und Reinigung des Terrariums plus aller Einrichtungsgegenstände...

Trauermücken und ihre Larven
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Trauermücken treten häufig bei der Vermehrung vieler Zierpflanzenarten auf, da sie feuchte Bedingungen bevorzugen. Die erwachsenen Trauermücken sind ca. 3 mm groß, schwarz und haben lange Fühler. Nach der Paarung legen die Weibchen zwischen 50- 300 Eier in mehreren Gelegen in das Substrat. Die daraus schlüpfenden Larven sind durchscheinend weiß und haben eine schwarze Kopfkapsel.
Sie sind das eigentlich schädliche Entwicklungsstadium der Trauermücken. Diese ernähren sich von abgestorbenem organischen Material im Boden, fressen aber auch an den Wurzeln von Stecklingen und Sämlingen und dringen in deren Stängel ein. Dabei schaffen sie Eintrittspforten für bodenbürtige Krankheiten. In Folge dessen können die Pflanzen an Kümmerwuchs und Welkeerscheinungen bis zum Absterben leiden. Für die Entwicklung (temperaturabhängig) vom Ei bis zum erwachsenen Tier benötigen Trauermücken ca. 3- 4 Wochen.

Die Mücken nehmen nur Flüssigkeiten auf und sterben schon ca. fünf Tage nach dem Schlupf. Sie leben nur, um sich zu paaren und fortzupflanzen. Charakteristisch ist ihr tänzelnder Flug.
Bekämpfung: gelbe Klebetafeln ausserhalb des Terrariums anbringen, oder die fliegenden Mücken mit dem Staubsauger vorsichtig einsaugen.

Trauermückenlarve:
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Grösse Larven: ca. 3 mm
Farbe: glasig, durchsichtig, so dass man den Darminhalt erkennen kann.
Ernährung: organisches Material wie zum Beispiel Laub, Rinde und Totholz oder Pilze, aber auch Wurzeln von Stecklingen und Sämlingen...Die Larven zählen zu den wichtigsten Laub zersetzenden Organismen in Wäldern. Sie stellen auch ein wichtiges Glied in der Nahrungskette dar, sowohl für die Räuber, von denen sie gefressen werden, als auch für Mikroorganismen, die ihre Exkremente fressen.

Älchen /Nematoden/Fadenwürmer (Bilder aus dem Internet)
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Älchen sind winzig kleine Fadenwürmer, die an den Wurzeln saugen. Die Älchen zählen zu den Nematoden. Die unsere Zimmerpflanzen befallenden Wurzelälchen erreichen eine Größe von etwa 0,5 mm. Mit dem bloßen Auge sind sie fast nicht zu erkennen, eine Lupe oder ein Mikroskop helfen bei der Bestimmung dieser Pflanzenschädlinge. Zimmerpflanzen werden besonders gerne von Wurzelgallenälchen befallen. Beim Befall mit diesen Schädlingen bilden sich Anschwellungen und Verkrümmungen. Eine mit Älchen befallenen Wurzel kann kein Wasser und keine Nährstoffe mehr aus der Erde aufnehmen. Im fortgeschrittenen Stadium des Befalls mit den Älchen beginnen die Wurzeln der Pflanzen zu faulen.

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Liebe Grüsse aus der Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Terrarium: es kreucht und fleucht......
BeitragVerfasst: 11. Jul 2012, 21:40 
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Wohnort: bei Stuttgart
Werden oft als nützliche Sauberkeitshelfer ins Terrarium gesetzt


Weiße Asseln
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Größe: ca. 4 mm
Farbe: weiß
Ernährung: organisches Material
Nützlinge, kommen in den Tropen vor und werden zum Sauberhalten von Terrarien eingesetzt.

Würmer
folgt......


Nematoden (Fadenwürmer)

Artenreicher Stamm, die Größe der Spezies variiert von mikroskopischer Größe bis zu mehreren Metern.

Farbe: weißlich bis durchsichtig
Nutzen: Einige Arten können zur Bekämpfung von Trauermücken eingesetzt werden
Bekämpfung: von parasitär lebender Arten: Imaverol, Panacur


Milben

Farbe: Im Terrarium auftretende Arten meist weiß
Ernährung: organisches Material
Bekämpfung: äußerst schwierig, der Bücherskorpion und Raubmilben ernähren sich jedoch von ihnen

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LG Nathalie

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 Betreff des Beitrags: Re: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 27. Sep 2012, 16:36 
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Beiträge: 3390
Wohnort: Schweiz: Luzern
ein Link zu einem Beitrag über die Totfeinde der Schnecken... http://www.gireaud.net/us/ennemis_us.htm

interessant vor allem die Aussage über die mögliche Ursache einer Mantelabllösung...

Schnecken-Milben ... Ricardoella limacum
http://www.helix-pomatia.de/body_milben.html

Ricardoella limacum

Diese Milben stellen in Zuchtbetrieben von Weinbergschnecken ein grosses Problem dar. Meines Wissens gibt es kein wirksames Mittel gegen einen solchen Milbenbefall...
Auch wildlebende Weinbergschnecken können von Milben befallen sein...

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solche Milben befallen auch Nacktschnecken... die Milben halten sich hauptsächlich in oder vor der Atemöffnung auf.
Die höchsten Besatzraten in der Natur liegen bei 6-15 Milben pro Schnecke. Untersuchungen führten zum Schluss, dass ein solcher Befall zu einer Beeinträchtigung der Wachstumsgeschwindigkeit, der Reprodunktion und letztendlich auch der Überlebensrate führen. Die Parasiten ernähren sich von der Hämolymphe (Schneckenblut).

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Liebe Grüsse aus der Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 13. Dez 2014, 15:34 
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Die Glühwürmchen-Larve

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Liebe Grüsse aus der Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 14. Jul 2016, 08:22 
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Schneckenei
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Dateianhang:
13717247_1648881895432010_132658923064060450_o.jpg


Waren Untermieter im Terrarium von meinen Neuzugängen.

Die Erde steht jetzt auf dem Balkon, hab die Tiger abgewaschen und in das neu eingerichtete Terrarium gegeben.

Nen Filmchen davon bei Facebook

https://www.facebook.com/groups/AchatinaAchatinaDeutschland/permalink/1051718224882535/?comment_id=1051723724881985&notif_t=group_comment&notif_id=1468479248124522


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 Betreff des Beitrags: Re: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 14. Jul 2016, 20:37 
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Schneckenkönig
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Danke für den nützlichen Beitrag !

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Erika
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 Betreff des Beitrags: Re: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 25. Aug 2016, 18:38 
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Grosser Schneck
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Vielen Dank für die Informationen!

Wie kann ich aber schauen, dass ich mir so Milben oder Parasiten nicht einschleppe wenn ich aus dem Wald Erde für das Terrarium hole?

Lg Lisi :have_a_nice_day:

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LG LISI Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 25. Aug 2016, 18:48 
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Schneckenkönig
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Registriert: 16. Okt 2010, 15:35
Beiträge: 4873
Wohnort: Landkreis Darmstadt-Dieburg
Bisher hatte ich noch nie Probleme, und die Bewohner des Waldbodens, die man zwangsläufig mitbringt haben den Schecken nichts getan. In der Natur Afrikas begegnen ihnen wahrscheinlich viel agressivere Viecher.Jedenfalls enthält der Waldboden alle Mineralien und Spurenelemete, die die Kokosfasern nicht haben, finde ich diese Haltung natürlicher. Zumal Schecken ihr Substrat gerne mal fressen, Kokosfaser macht Bauchweh !

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Erika
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 Betreff des Beitrags: Re: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 26. Aug 2016, 14:51 
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Grosser Schneck
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Registriert: 25. Aug 2016, 14:12
Beiträge: 144
Wohnort: Pitten/Niederösterreich
Dass meine Schnecken gerne das Einstreu fressen hab ich auch schon gesehn. Dann ist warscheinlich die Gefahr von Schimmel eher gegeben als von den kleinen Tierchens in der Erde. Milben hatte ich auch bei dem Kokoseinstreu nach einiger Zeit.

Find ich super das mit der Erde, denn sie ist natürlicher und kostet nix ausser ein bisschen Zeit. :D

_________________
LG LISI Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Untermieter: was kreucht und fleucht im Terrarium......
BeitragVerfasst: 26. Aug 2016, 16:30 
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Registriert: 19. Sep 2011, 23:28
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Milben sind nicht gefährlich. Außer die Schneckenmilbe. Die sitzt am Atemloch und wird eher von Schnecke zu Schnecke übertragen.

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L. G. Thamara


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