(Achat-) Schnecken vom Wienerwald

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 Betreff des Beitrags: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 15:41 
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Registriert: 16. Okt 2010, 22:19
Beiträge: 3389
Wohnort: Schweiz: Luzern
Der Megalobulismus lebt in schattigen Schluchten und Wäldern. Diese Schneckenart bevorzugt Stellen mit niedriger Vegetation, Bäume und Sträucher, deren Zweige zum Boden ragen. Man trifft sie aber auch in der Nähe von menschlichen Behausungen, hier sind sie aber nicht gern gesehene Gäste.
Die Megas sind hauptsächlich im Frühjahr und Herbst aktiv. Tag und Nacht halten sie sich vorzugsweise unter Laub auf, nur ihre Apex schaut raus.
Diese Schnecken findet man hauptsächlich in Südamerika: Brasilien, Uruguay, Jamaika, Kolumbien, Venezuela, und Argentinien.

Sie sind ca. 7-8 cm (Schale) gross. Sie haben ein sehr elegantes leicht bauchiges Häuschen. Die Häuschenfarbe ist cremefarben, bei den Jungtieren braun. Die letzte Windung hat einen charakteristischen rosa Saum. Die Columella ist rosa.

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Der Körper ist weicher, flacher und fühlt sich trockener als bei den Achatinas an. Er hat eine bräunlich-grau-beige Farbe. Die Fusssohle ist hell.
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Sie haben riesige Mäuler und ein paar zusätzliche Fühler, die wie ein Bart aussehen. Diese sind ständig in Bewegung und die kleinen "Noppen" können einzeln bewegt werden.. Die Augen-und Tastfühler sind kleiner als jene von den Achatschnecken.
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Sie legen 1-2 gräulich/gläserne Eier, welche um die 1.3cm gross sind und im Verlaufe der Entwicklung weiss werden.
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Eier: links Megalobulimus, rechts Archachatina marginata ovum

Sie fressen Salat, Löwenzahn, Zucchetti, Gurken usw. Da ihre Radula nicht so stark ist, sollte man das Gemüse raffeln oder ganz dünn schneiden.

Gehalten werden sie auf einem feuchten Substrat-Gemisch von Erde-Sand-Lehm, bei ca. 24-26 Grad...

verschiedene Varianten:
Megalobulimus oblongus (Müller 1774), Brasilien
Megalobulimus oblongus albolabiata (EASmith, 1894)
Megalobulimus oblongus conicus (Bequaert) Brasilien
Megalobulimus oblongus formicacorsii (Barattini & Ledon-Alcalde, 1949)
Megalobulimus oblongus haemastomus (Scopoli 1786), Uruguay, Brasilien
Megalobulimus oblongus intertextus (Pilsbry, 1895)
Megalobulimus oblongus lorentzianus (Döring 1876), Argentinien;
Megalobulimus oblongus musculus (Bequaert 1948)



Wichtige Anmerkung:
Da es sehr wenig Literatur über diesen interessanten Schnecken gibt, werden Jassy, Fluffy und ich hier unsere Erfahrungen sammeln und beschreiben. Jassy/Fluffy, ich bitte euch um evt. Korrekturen oder Ergänzungen/Anmerkungen.

@ Alle, bitte benutzt den anderen Tread für eure Kommentare. Danke schön :wink:

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Liebe Grüsse aus der Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 16:56 
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Mini Schneck

Registriert: 18. Okt 2010, 13:00
Beiträge: 56
Na wenn Roberta so schön bittet, dann werd ich eben auch noch meinen Kommentar dazu abgeben.

Ich halte meine Megas seit einigen Wochen und habe also auch noch ziemlich wenig eigene Erfahrungen.

Da meine Megas aber inzwischen doch schon einige Eier gelegt haben, kann ja nicht alles falsch sein, was ich so mache.

Die Eiergröße ist bei meinen unterschiedlich von ca. 1,5 cm Länge und knapp 1cm Breite bis zu 2,2 cm Länge und 1,3 cm Breite.
Ob das von der Größe oder dem Alter der Schnecken abhängt kann ich nicht sagen.

Wenn man beim Umgraben des Terrariums mit dem Löffel an so ein Ei stößt, dann klingt das als ob man gegen Glas stößt.
Wenn die Eier richtig weiß geworden sind, dann sehen sie auch aus wie gefrostetes Glas.

Eigentlich heißt es, dass Megas ihre Eier tief vergraben und fast am Boden des Terrariums ablegen, aber eine meiner Süßen hat mir letzte Woche zwei Eier auf ihrem Futter hingelegt. Fast wie in einem Osternest.

Die Dauer von Paarung bis zum Eierlegen scheint ziemlich kurz zu sein, dafür dauert es extrem lang bis junge Schnecken schlüpfen.
Die frühere Annahme, dass es 4 - 5 Wochen dauert, hat sich als falsch erwiesen. Von 8 Wochen bis 18 Monaten scheint alles drin zu sein.
(Dies sind Infos, die ich aus allen mir zugänglichen Quellen zusammengesucht habe, leider nicht meine eigenen Erfahrungen.)

Ich habe meine Eier im Terrarium gelassen, weil ich meinte, dass sie dann konstantere Bedingungen haben als extra in einer Heimchenbox. Einen Brutapparat habe ich natürlich nicht.

Wenn die ersten Jungen da sind, gebe ich Bescheid, aber das kann noch dauern.

Junge Megas kommen braun auf die Welt, werden aber im Laufe ihres Lebens immer heller. Adulte Megas sind dann fast weiß.
Die prägnante rosa "Stulpe" am Häuschenende sowie die kräftige Pinkfärbung der Columella entwickeln sich auch erst mit fortgeschrittenem Alter.

Mein jüngster Mega ist noch braun und hat noch keine Stulpe.
Obwohl er noch im Wachsen ist, versucht er sich bereits zu paaren. Inwiefern das von Erfolg gekrönt ist, kann ich nicht sagen.

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Liebe Grüße
Ulrike


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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 16:59 
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Registriert: 16. Okt 2010, 22:19
Beiträge: 3389
Wohnort: Schweiz: Luzern
Einen besseren Ort für die Eiablage hätte ich mir nicht wünschen können. :wink:

So kann ich die Entwicklung bestens beobachten und fotografieren...
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[Edit by Dionysos.bw: Beitrag vom 7.11.2009]

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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 17:00 
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Mini Schneck

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Beiträge: 56
Ich habe gestern auf der Suche nach einem schon längere Zeit vergrabenen Mega wieder Eier gefunden. :lol:

Genau weiß ich nicht, wieviele, weil ich nicht gewagt habe, die Eier zu bewegen.
Drei hab ich liegen sehen, ob drunter noch mehr sind, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn eigentlich sollen Megas immer nur zwei Eier auf einmal legen. Demnach sind drei Eier schon ein Großgelege.

Man sieht es Megas an, wenn sie kurz vor dem Eier legen sind.
Mein schwangerer Mega ist so richtig aus seinem Häuschen herausgequollen als ich ihn das letzte Mal vor der Eiablage gesehen habe.

Jetzt ist er wieder rank und schlank und passt wieder in sein Häuschen.

Leider sind bisher noch keine Babies geschlüpft. :cry:
Seit dem ersten Eierfund sind es jetzt mehr als 8 Wochen.
Geduld muss wohl eine der Kerntugenden bei Megahaltern sein, auch wenn's schwer fällt.

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Liebe Grüße
Ulrike


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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 17:01 
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langsam scheint die Trockenruhe zu ende zu gehen....meine Megas tauchen wieder auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 17:02 
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Mini Schneck

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Beiträge: 56
Es ist da!

Unser erstes Mega-Baby ist geschlüpft.

Gestatten, mein Name ist Pimpf.
Das bin ich mitten im Schlupf
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So sehe ich einen Tag später aus.
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Ich bin doch schon ein richtig munteres Kerlchen.
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[Edit by Dionysos.bw: Beitrag vom 6.2.2010]

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Liebe Grüße
Ulrike


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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 17:03 
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Mini Schneck

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Und weil's so schön ist, noch ein paar Bilder von unserem zweiten Nachwuchs

"Luna"

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Fast noch ein Ei.

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Glaubst du ich soll mal ein Auge riskieren?

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Meinen Bart hab ich auch schon

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Und platt machen kann ich mich auch.

[Edit by Dionysos.bw: Beitrag vom 8.2.2010]

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Ulrike


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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 17:04 
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Mini Schneck

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Guckt mal, was ich heute Morgen entdeckt habe.
:lol:
Gestern Abend war nur das geschlossene Ei zu sehen.

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Jetzt ist in der Bildmitte der Weichkörper des frisch geschlüpften Megababys zu sehen.
Außen herum liegen Schalenreste und links davon, bzw. darunter noch zwei weitere Eier, die aber bis zum Schlupf noch etwas Zeit brauchen.
(Sieht man an der Schalenfarbe.)

Mal sehen, wie lange der Kleine braucht, bis er sich hochgearbeitet hat.

[Edit by Dionysos.bw: Beitrag vom 3.3.2010]

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Ulrike


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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 17:04 
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Gestern hat es im Terri geregnet.... :wink: das scheint sehr anregend gewirkt zu haben..

Heute Morgen habe ich sie erwischt:


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 Betreff des Beitrags: Re: Megalobulimus oblongus haemastomus
BeitragVerfasst: 18. Okt 2010, 17:05 
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Mini Schneck

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Beiträge: 56
Haltungsbericht Megalobulimus Oblongus Haemastomus

Temperatur: 24-26°C tagsüber, nachts etwas weniger weil ich dann Heizung ausschalte.

Im Sommer werde ich auf zusätzliche Heizung ganz verzichten.
Dann sollte auch Raumtemperatur genügen, denn dann wäre in ihrer Heimat (Uruguay)ja Winter.

Luftfeuchte: ca. 80-90%

Becken: 80 x 35 x 40cm, Aquarium mit Plexiglasdeckel für 6 adulte Tiere


Futter: Diverse Blattsalate, Süßkartoffel (mit dem Kartoffelschäler in
"Chips" gehobelt), Gurke, Zucchini, Löwenzahn,
Spitz- und Breitwegerich, gelegentlich eingeweichtes Fisch- oder
Katzenfutter und Kalkbrei.
Absoluter Favorit sind aber Kohlrabiblätter.
Sepia wird inzwischen auch gerne genommen.

Boden: Ich verwende den normalen Terrarienhumus zum Aufquellen;
zusätzlich habe ich mindestens 1/3 groben Gartenkalk als
Sandersatz untergemischt.

Die Erde ist gleichmäßig ca.20cm hoch zum ausgiebigen Graben.

Als Unterschlupf gibt es noch Korkstücke.
Außerdem haben sie noch eine Badewanne (flache Tu... Gefrierdose ca. 20x15x3,5), die sie gerne nutzen.
Als Bodenpolizei und Putztrupp machen sich noch einige Regenwürmer nützlich.
Generell ist das Substrat nur feucht und nicht richtig nass, etwa so wie bei meinen Fulis.

Ganz generell sind Megas relativ leicht zu halten, erfolgreich Nachwuchs zu bekommen steht auf einem anderen Blatt.

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Liebe Grüße
Ulrike


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